Er ist mir zu wichtig.
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Die letzten Tage war ich zu Hause.
"krank"
Ich habe getrunken, geraucht, geschnitten.
gestern kam M. zu Besuch.
"Ich weiß...Ich habe dich verletzt und es tut mir leid."
ich war noch benommen, betrunken.
Ich weinte und schrie ihn an.
"ja, du hast mich verletzt. Es tut so weh. Du hast dich nicht mal gemeldet. Hast mich alleine gelassen, obwohl du weißt das ich das nicht kann."
Tränen laufen über seine Wangen.
ich halte inne.
Er wollte etwas sagen.
Vielleicht tat er es auch.
Ich hörte nichts.
Wir standen und gegenüber und weinten.
taub, blind, stumm.
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Er streckt seine Hand in meine Richtung.
Ich verstand nicht.
Er dreht sie um.
Blut, Blut, Blut.
"Ich bin hier um mich zu verabschieden. Ich liebe dich!"
Er war doch immer der Starke.
Der Felsen den keiner brach.
Rote Tropfen fallen von seinen Händen in den weißen Schnee.
immer mehr.
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Stehe an seinem Bett im Krankenhaus.
"Du Idiot."
sage ich und lächel.
dann weine ich.
wieder einmal.
"Ich liebe dich doch auch! Ich könnte nicht ohne dich leben! Lass mich hier nicht alleine!"
Dicke Verbände um seine Handgelenke.
Seine Mutter kommt herein gelaufen.
"Was hast du mit ihm gemacht? Es ist deine Schuld, dass er fast gestorben wäre. Schau dich an du billige Nutte. Du bist Nichts. Lass meinen Sohn in Ruhe. Wenn du ihn 'liebst' dann geh, verschwinde und komm niemals wieder zurück."
Schweigend drehe ich mich um und gehe hinaus.

bin zu schwach um mich zu wehren.
