Montag, 3. Dezember 2012

sehe dich.
früher wäre ich lachend auf dich zugelaufen, du hättest mich umarmt, mich geküsst.
und heute?
stehe da wie fest gefroren.
sie kommt auf dich zu, du lächelst, küsst sie.
ich bekomme keine Luft.
beiße meine Zähne zusammen.
Tränen steigen in meine Augen, verhindern mir die Sicht
Wie ein hölzerner Pfahl der in meine Brust gerammt wird, mitten durch mein Herz.
würge, will kotzen.
es soll alles raus.
Mein essen, mein Herz, all meine Gedärme, meine Gefühle
Ich drehe mich um und renne.
Lasse keine Luft in meine Lungen.
stirb, stirb, stirb.
hinter einer Kurve lehne ich mich gegen die Wand.
Atme ein, hasse mich dafür.
will schreien.
laufe nach Hause, lege mich auf den Boden.
weine bis ich nicht mehr kann.
liege da.
versuche nicht zu atmen.
schaffe es nicht, versage.
 
oh wie wunderschön sich diese Schnitte anfühlen,

wie wunderschöne das Blut läuft.


Sonntag, 2. Dezember 2012

es tut weh.
eine andere, neue, bessere in deinen Armen zu sehen.
während ich noch immer bei jedem klingeln darauf hoffe dich vor der Tür zu sehen.
während ich noch immer von dir träume.
während ich noch immer weine.
während ich noch immer deine Kette trage.
während ich noch immer auf dich warte.

und ständig die Frage in meinem Kopf.
'was hat sie, was ich nicht habe?'
Viel schlimmer ist, dass ich die Antwort darauf kenne.
'Sie ist schöner als ich, klüger, witziger, dünner, besser'

Und ich schaue mir unser Bild an.
Warum bedeutest du mir so viel?
Wieso komme ich nicht über dich hinweg?
wieso bist du immer noch in meinem Kopf?

verschwinde, verschwinde, verschwinde, geh weg, lass mich in ruhe!

Nichts auf dieser Welt hat mir jemals so weh getan wie du.
An keinem Tag wünschte ich mir das Ende mehr als heute.


ich will lachen können.
ich will glücklich sein.
nur einmal, ein einziges mal.