Montag, 23. April 2012

"Ich brauche dich hier, Süße!"
Ich wusste, das war nicht einfach dahin gesagt.
"Du weißt ich brauche 2 Stunden bis zu dir, liebling?"
"Ja, bitte komm her."
warum nicht? warum sollte ich nicht um 2Uhr durch die dunklen Straßen laufen? Warum sollte ich nicht meinen Freund besuchen, in der Woche?
"Ok, ich mache mich auf den Weg."
"Ich liebe dich, maus."
Ich streife mir meine Jacke über, öffne das Fenster und steige hinaus.
Sauge kalte, klare Luft ein. Tief. so rein.


Ich laufe, renne fühle mich verfolgt, beobachtet.
So eine blöde Idee.
Ich bin fertig.
will nicht mehr.
Wenn ich bei ihm bin, wird alles gut sein.
lauf weiter, schwaches Mädchen, lauf.

Adrenalin.
Der Gedanke: Etwas verbotenes zu tun
lässt mich zittern.
vielleicht ist es auch die Kälte.
weiß es nicht, spüre nichts.
nur verlangen.
verlangen nach dir.
deiner Liebe.
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Donnerstag, 5. April 2012

"So kann ich das nicht mehr."
"Willst du mich verlassen?"
"Nein."
Ich weine und will ihn umarmen. Mich fest halten. Er hält mich von sich weg.
"Was ist denn? Was kannst du so nicht mehr?"
"Ich kann so nicht mit dir zusammen sein. Ich muss ständig in Angst leben. Ein falscher Schritt, ein falsches Wort bedeutet eine neue Narbe."
Ich kann nicht fassen, was er da sagt.
"Ich will es doch auch nicht."
"Das glaube ich dir nicht. Willst du wirklich aufhören?!"
Seine Stimme wird laut. Er klingt so wütend.
"Glaubst du im ernst, das ich mich ritzen möchte?!"
"ja."
"Du bist so ein Arsch!"
Ich drehe mich um, will verschwinden.
"und jetzt? Gehst du zu deiner Freundin, deiner Klinge?"
Es klingt so verachtend.
"Hälst du dich für etwas besseres nur weil du deine Wut an anderen auslässt?! Bin ich nicht würdig deine Freundin zu sein?! Habe ich deine wertvolle Liebe nicht verdient? Ich will sie überhaupt nicht. Ich brauche dich nicht!"
Er öffnet seinen Mund, ist erstaunt. schweigt. schaut mich an. Ich habe ihm gegenüber noch nie so geschrien.
"Und ja verdammt vielleicht hast du recht. Ich will sie nicht aufgeben. Denn sie ist für mich da, verurteilt mich nicht. Gibt mir Hoffnung wenn du mir all mein Selbstbewusstsein nimmst!"
"Sie gibt dir Hoffnung? Auf was? Den Tod? Aufmerksamkeit?"
Meine Beine sinken zusammen. Ich sitzt da, halte meine Beine fest. Habe das Gefühl auseinander zufallen. Weine. Er kommt auf mich zu.
"Scheiße, ist alles ok?!"
"Fass mich nicht an! Lass mich alleine, komm niemals wieder!"
"Ich werde nicht gehen."
"Warum tust du mir das an?"
Er setzt sich neben mich, seine Gesichtsmuskeln entspannen sich. Er atmet ruhiger.
"Kannst du vergessen was ich gesagt habe?" es ist mehr ein Flüstern.
"Nein"
"Dann ignoriere wie ich es gesagt habe. Bitte"
"Ich verstehe das es schwer für dich ist. Aber bitte sein niemals wieder so zu mir."
"Dann bitte hör auf, schmeiß sie weg. Für dich, mich, uns!"
"ok."
"Jetzt komm her und küss mich, Süße!"
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Ich werde es schaffen. Ich brauche sie nicht. Ich brauche nur ihn! ♥
Sie lacht.
Schreit irgendetwas ins Telefon.
Ich versuche ihr zu sagen, dass ich sie brauche.
"Ich wünschte du wärst hier. Ich fühle mich so schwach und alleine."
Sie hat mich nicht verstanden.
Erzählt mir von einem süßen Typen der ihr den nächsten Wodka-cola gibt.
Ich fange an zu weinen.
Sie legt auf.
Einfach so.
Lässt mich alleine.
Dann wenn ich sie so sehr brauche.
rolle mich zusammen.
Laufe wie hypnotisiert zum Schrank, hole meine Klinge.
Es doch jemand da, wenn mich alle anderen verlassen.